2019: Sitzbank vor Eingang Paraforum

Das Besucherzentrum des Paraplegikerzentrums Nottwil – das Paraforum – ist ein hypermoderner Neubau, welcher im September 2019 eingeweiht wurde. Der bauliche Beitrag der Filigran AG ist eine monumentale Sitzbank-Insel von 20 Metern Länge, exakt vor dem Eingang des Paraforums.

Ausserordentlich speziell
Die Komplexität dieser Skulptur-Installation ist erst bei näherem Hinsehen zu erkennen. Der harmonisch und sanft gestaltete Bank umrundet in einer speziellen und unregelmässigen Schleife eine Blumeninsel. Eine Fertigung am Stück war aus diesem Grund gar nicht möglich.

Das spezielle Oval besteht aus 12 einzelnen Teilen, wobei – und das war die technische und ökonomische Herausforderung – jedes Teil anders ist, keines der 12 Teile ist mit einem andern identisch. Weiteres Detail: Der Sitzbank passt sich an das leicht abschüssige Gelände an und verzeichnet eine Höhenneigung in unregelmässigen Winkeln.

Mit herkömmlichen, manuellen Mitteln, wäre die Herstellung dieses einzigartigen Objekts zwar vor Ort theoretisch möglich, wirtschaftlich allerdings quasi unbezahlbar.

Möglich – dank MODELLIT
Anhand solcher Einzel-Objekte – das können kulturelle Dekoelemente oder Bauteile wie Schächte, Geländer, Treppen o. a. sein – zeigen sich die Vorteile des MODELLIT-Roboters von Filigran am deutlichsten.
Filigran konnte die 3D-Zeichnung des Architekten in die MODELLIT-Software einlesen, und der Roboter fräste jede der einzelnen Formen aus jeweils einem Styrophor-Block. So wurden auf dynamische, zeit- und materialsparende Art die 12 Betongussformen im Werk von Filigran in Oberdiessbach gefräst und die 12 Teile anschliessend konventionell produziert, transportiert und vor Ort in Nottwil montiert.

Neu: Gestalterische Freiheit dank MODELLIT
Der im Frühjahr 2019 in Betrieb genommene Filigran-Fräsroboter gewährt Architekten und Planern völlig neue und unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten. Seien es klassische, antike Objekte oder moderne, abstrakte Formen – MODELLIT macht finanziell Unmögliches technisch und wirtschaftlich erschwinglich. Und zwar in 100 %-iger Perfektion. Gleichzeitig erschliessen sich mit dem Baustoff Beton alle Möglichkeiten an materieller Beschaffenheit und Färbung.